Kameradschaften

Im Unterschied zu rechtsextremistischen Jugendorganisationen in Parteien vermeiden Kameradschaften in der Regel ganz bewusst eine nach außen sichtbare, straffe vereinsmäßige Organisation. Sie haben sich als Reaktion auf das Verbot einer Reihe neonazistischer Organisationen erstmals etwa 1995 gebildet. Vom Verzicht auf eine nach außen erkennbare Struktur versprechen sie sich vor allem, Verbote verhindern zu können. Derzeit gibt es bundesweit etwa 180 rechtsextremistische – darunter 107 neonazitische – Personenzusammenschlüsse. Der Zusammenhalt innerhalb der Kameradschaften wird im Wesentlichen durch regelmäßige Kameradschaftsabende und die Teilnahme an öffentlichen Aktionen, vor allem Demonstrationen, gefördert.