Nationaldemokratische Partei Deutschland – NPD

Die Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD) ist die bedeutendste rechtsextreme Partei in der Bundesrepublik Deutschland. Dies gilt zum einen hinsichtlich der Mitgliederzahl (2008: 7.000), zum anderen aber auch hinsichtlich von Teilnahme und Erfolge bei Wahlen. Die NPD agiert mit dem sogenannten „Vier-Säulen-Konzept“. Das 1997 initiierte und zunächst nur aus drei Säulen bestehende Konzept, nämlich den „Kampf um die Köpfe“, den „Kampf um die Straße“ und den „Kampf um die Parlamente“, wurde 2004 um ein viertes Element, den „Kampf um den organisierten Willen“, ergänzt. Die „Köpfe“ der Menschen sollen vor allem durch eine Weiterentwicklung der völkischen Programmatik, durch parteiübergreifende Vernetzungen sowie durch die Besetzung und Umdeutung von Begriffen und Ideen erreicht werden. Der „Kampf um die Straße“ ist – insbesondere durch die Organisation von Aufmärschen, Demonstrationen und Informationsständen – auf die Herstellung einer Gegenöffentlichkeit und auf eine möglichst breite Mobilisierung ausgerichtet. Durch regelmäßige Teilnahme an Wahlen auf allen Ebenen strebt die NPD an, die Zahl ihrer Parlamentsmandate kontinuierlich zu erweitern. Mit dem „Kampf um den organisierten Willen“ sollen die „nationalen Kräfte“ gebündelt werden. In Teilen gelang der NPD die Umsetzung einer „Volksfront von Rechts“ durch die Wahlabsprachen mit der DVU im Rahmen des „Deutschlandpakts“ und durch die Kooperation mit den so genannten Freien Nationalisten. Die vierte Säule trug maßgeblich zu den Wahlerfolgen der NPD in Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern bei, wo sie in die Landtage einzog.
Die NPD hat mit „Junge Nationaldemokraten“ (JN), „Kommunalpolitische Vereinigung“ (KPV), „Ring Nationaler Frauen“ (RNF) und „Nationaldemokratischer Hochschulbund e.V.“ (NHB) diverse Unterorganisationen.