Anti-Pluralismus

Unter Anti-Pluralismus versteht man die ablehnende Haltung gegenüber der pluralistischen Demokratie. Diese basiert auf den Grundrechten (universelle Freiheits- und Gleichheitsrechte, insbesondere das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit, Recht auf Freiheit, Freizügigkeit und soziale Sicherheit, das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit, das Recht auf freie Meinungsäußerung und das Recht auf Versammlungs-, Vereinigungs- und Koalitionsfreiheit). Getragen wird diese Demokratie durch Volkssouveränität und das Mehrheitsprinzip.
Dagegen geht das rechtsextremistische Gesellschaftsleitbild von einem einheitlichen Volkswillen aus, der durch eine ethnisch homogene („reinrassige“) Volksgemeinschaft geprägt wird. Volk und Staat verschmelzen in dieser Vorstellung zum Reich. Dessen Einheit manifestiert sich zumeist in einer völkischen bzw. rassistischen Ideologie und vielfach in einer Person (Führer).